Xylit Kaugummi für die Zahnpflege

xylit-kaugummiSeit den Turku-Zuckerstudien aus den 1970er Jahren sind die sensationellen Eigenschaften von Xylit bekannt. Die Studien haben auch den Zusammenhang mit Karies untersucht. Der Grund ist Folgender: Der natürliche Zuckeralkohol Xylit, auch als Birkenzucker bekannt, ist für Kariesbakterien nicht verwertbar, und kann nicht zu schädlicher Säure abgebaut werden. Im Gegensatz zu Sorbit, welches meist in zuckerfreien Kaugummis enthalten ist, sterben die Kariesbakterien und Streptokokken durch Xylit ab – so die Studie. Dass alle Kariesbakterien durch Xylit absterben ist allerdings zweifelhaft, weshalb diese Studien auch nicht von der europäischen Kommission so anerkannt wurden. In den finnischen Studien wurde entdeckt, dass das Kauen xylithaltiger Kaugummis nach jeder Mahlzeit das Kariesrisiko senkt, vor allem auf längere Sicht. Der EFSA zufolge heißt es offiziell, „dass Xylitol-Kaugummi das Kariesrisiko bei Kindern verringert.“ Hierfür muss man aber täglich 2-3 g als Kind an reinen Xylit-Kaugummis kauen.

Eine weitere Studie aus Finnland ergab, dass das Kariesrisiko von Kindern, deren Mütter xylithaltige Kaugummis kauten, reduziert wurde, da Kariesbakterien über den Speichel übertragen werden. Inzwischen befürworten Zahnärzte weltweit den Einsatz von Xylit in der Zahnhygiene. 6 g Xylit pro Tag ist hier stets die empfohlene Menge.

Zuckerfreie Zahnpflegeaugummis mit Xylit beugen Karies vor

Der Aussage der EFSA zufolge heißt dies, dass Xylitol-Kaugummis bei Kindern Karies vorbeugen. Gilt dies bei Erwachsenen etwa nicht? Fest steht aber, dass Xylit im Allgemeinen zur Erhaltung der Zahnmineralisierung beiträgt. Empfohlen wird meist das Kauen xylithaltiger Kaugummis nach jeder Mahlzeit und nach jedem Snack. Auch die in Limonaden enthaltene Säure schädigt den Zahnschmelz nachweislich. Das Zähneputzen kann durch xylithaltigen Kaugummi zwar nicht ersetzt werden, aber es ist eine sinnvolle Ergänzung zur Mundhygiene. Durch das Kauen eines xylithaltigen Kaugummis wird die Speichelproduktion auch nach dem Essen angeregt und die schädliche Säure neutralisiert. Da die kariesverursachenden Bakterien durch Xylit keine Nahrung erhalten, wird auch weniger Säure produziert. So kann sicher demnach auch Plaque-Bildung vorgebeugt werden. Festsitzende Beläge zwischen den Zähnen müssen aber nach wie vor mittels Zahnseide etc. entfernt werden.

Xylit-Kaugummis ohne Titandioxid und Aspartam

Beim Kauf des zuckerfreien Kaugummis ist jedoch nicht nur von Bedeutung, dass Xylit enthalten ist, sondern vor allem auch, was nicht enthalten sein soll. Aspartam, künstliche Aromen oder der Weißmacher Titandioxid haben nämlich nichts im Zahnpflegekaugummi verloren. Der künstliche Süßstoff Aspartam (E951) findet sich vor allem in Kaugummis ohne Zucker. Es wird immer wieder ein Zusammenhang von Aspartam und verschiedenen Erkrankungen wie Krebs, Epilepsie, Asthma, Diabetes…diskutiert. Die europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit hat Aspartam als unbedenklich eingestuft. Dennoch sollte man, bis eine endgültige Klärung der Faktenlage vorliegt, auf Aspartam möglichst verzichten. Auch mit Q10 gibt es passende Dragees.

Titandioxid ist überflüssig

Genauso verhält es sich mit dem Stoff Titandioxid, der als Weißmacher in manchen Kaugummis verwendet wird. Er wird mit verschiedenen Autoimmunerkrankungen in Verbindung gebracht, und steht im Verdacht, krebserregend zu sein.

Weitere Stoffe, die man in Kaugummis möglichst meiden sollte, sind Acesulfam K oder das Konservierungsmittel Butylhydroxytoluol. Woraus die Kaumasse genau besteht, bleibt auch meist eher ein Geheimnis der herstellenden Konzerne („eine Kombination natürlicher und künstlicher Rohstoffe“). Weitere interessante Fakten finden sich in unserem Xylit-Zucker Vergleich.

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Welche Kaugummis mit Xylit sind empfehlenswert?*

Es ist gar nicht so einfach, einen Kaugummi mit Xylit, aber ohne Titandioxid auszumachen, aber intensive Recherche brachte folgende Ergebnisse zutage:

Der Xylit Kaugummi „Spearmint“ der Firma Xund Xüsst enthält wirklich keine der angeführten, möglicherweise schädlichen Stoffe: Das Produkt ist gentechnikfrei, ohne Aspartam, Mannit, Sorbitol etc., sondern 100 % mit Xylit gesüßt. Statt künstlichem Minzgeschmack wird beim Xylit Kaugummi „Spearmint“ natürliches Minzöl eingesetzt und sorgt für frischen Geschmack. Außerdem enthält der Kaugummi 40 % weniger Kalorien als zuckerhaltiger. Die Kaugummis der Firma Xund Xüsst sind auch noch in den Geschmacksrichtungen „Pfefferminze“, „Frucht“ und „Cranberry“ erhältlich, selbstverständlich auch ohne jegliche chemische Zusatzstoffe. Bei Amazon ist dieser Kaugummi zu 12 Packungen á 30 Stück erhältlich und kann online gekauft werden.                 img_6726

  • Nebenwirkungen: Ab einer Menge von 45-50 Kaugummis pro Tag kann eine abführende Wirkung festgestellt werden.

Die Kundenmeinungen zu diesem Produkt waren durchwegs positiv, vor allem die natürlichen Zutaten wurden von allen Konsumenten sehr gelobt. Ebenfalls gut abgeschnitten haben übrigens die Pastillen von Penta Sense.

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Weitere empfehlenswerte Zahnpflegekaugummis:

Der „Zahnputzkaugummi“ kauX Xylitol Zahnpflege-Kaugummi ohne Aspartam kommt leider nicht ohne Titandioxid aus, aber enthält ansonsten keine schädlichen oder künstlichen Zusatzstoffe. Jeder Kaugummi enthält 1,06 g Xylit, mit 6 Kaugummis pro Tag erreicht man die angegebene Wirkung. Der Kaugummi der Firma kauX ist in 4 Sorten erhältlich: Cinnamon, Fresh Fruit, Peppermint, Spearmint. Der Kaugummi ist laktose- und glutenfrei. Öko-Test hat in der Ausgabe 3/2016 den kauX Xylitol-Zahnpflegekaugummi als „sehr gut“ eingestuft. Im Internet ist der Kaugummi im Viererpack á 40 Stück erhältlich, und kostet unter 20 Euro.

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  • Nebenwirkungen: Bei übermäßigem Verzehr kann eine abführende Wirkung eintreten.
    Die abgegebenen Kundenmeinungen sind sehr positiv, der lang anhaltende Geschmack wird gelobt, und den Kunden war es wichtig, kein Aspartam zu sich zu nehmen.

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Ein weiterer Testsieger von Ökotest aus 09/2015 ist der Xummi Spearmint der Firma Xucker. Von den 35 getesteten Zahnpflegekaugummis erhielt nur der Xummi Spearmint das Prädikat „sehr gut“. Leider enthält aber auch dieser Kaugummi laut Zahnpflegekaugummi Test als Weißmacher Titandioxid. Jeder Kaugummi enthält 1,06 g Xylit, 6 Kaugummis decken die empfohlene Tagesdosis. Xummi ist erhältlich in den Geschmacksrichtungen „Spearmint“ und „Fruchtmix“. Eine Dose mit 100 g (= 67 Kaugummis) ist bei Amazon kostengünstig, siehe Angebot erhältlich.

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  • Nebenwirkungen: Wie alle xylithaltigen Kaugummis wirkt Xummi bei übermäßigem Verzehr abführend. Die abgegebenen Kundenmeinungen sind, was Geschmack und Wirkung betrifft, sehr positiv. Einige Konsumenten kritisieren die Verwendung von Titandioxid.

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Auch von der Firma Miradent sollte man im Zusammenhang mit Xylitol-Kaugummi gehört haben. Deren „Chewing Gum“ ist ebenfalls 100% mit natürlichem Xylitol gesüßt und enthält deshalb keinen Zucker. Zudem ist das Kaugummi sehr kalorienarm und bringt dennoch einen angenehm minzigen Geschmack auf die Zunge. Positiv anzumerken ist zudem, dass weder Aspartam noch Laktose oder Gluten in dem Miradent Kaugummi enthalten sind. Laut Hersteller soll es auch bei Mundtrockenheit helfen – wissenschaftlich gedeckt ist zumindest die Aussage der remineralisierenden Wirkung für die Zähne. Karies und Plaque können sich also warm anziehen. Den Minzgeschmack erhält das Kaugummi mit Xylit durch Menthol. Auch andere Geschmackssorten gibt es hier allerdings. Der Hertseller empfiehlt das Produkt auch für Diabetiker. Negativ anzumerken ist jedoch das enthaltene Titandioxid c77891. Dieser überflüssige Zusatzstoff gelangt häufig ins Kreuzfeuer von Kritik.

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  • Nebenwirkungen: Kritisieren kann man, dass der Hersteller nicht genau angibt, wie er sein „natürliches Xylit“ herstellt. Natürlich ist es nur dann, wenn es aus Holzzucker gewonnen wird. Anzunehmen ist deshalb, dass Miradent aus Kostenersparnisgründen zu der günstigeren Variante greift und das Xylitol aus Glukose von Maisstärke gewinnt. Ob es gentechnisch belastet ist, wissen wir nicht. Allerdings halten sich die Nebenwirkungen in Grenzen. Es verträgt sich erfahrungsgemäß gut – auch beim Verzehr mehrerer Kaugummis am Tag. Dennoch muss man auch hier bei sich selbst schauen, ob es beim Verzehr zu Verdauungsproblemen führt.

Das Xylit Kaugummi kurz im Video erklärt

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