Xylit für die Zähne und Zahnpflege

xylit zähne Trotz hohem Zuckergenuss Karies vorbeugen? Fast unmöglich. Was so klingt, als stünde es auf dem Wunschzettel an den Weihnachtsmann ist nur mit sehr guter Zahnhygiene möglich. Es gibt allerdings einen Zuckeraustauschstoff namens Xylitol. Dieser bringt viele Vorteile gegenüber Zucker mit sich. Der Zuckeralkohol Xylitol oder Xylit kommt in der Natur z.B. in Früchten, Gemüse und Pilzen vor, ebenso wie in der Rinde bestimmter Bäume, wie z.B. der Birke (=Birkenzucker). Die Industrie gewinnt den Zuckeralkohol aus der Reduktion von Holzzucker aus Maiskolbenresten. Die Süßkraft und der Geschmack von Xylit entsprechen der Saccharose, unserem Haushaltszucker. Allerdings liegt der Kaloriengehalt deutlich darunter, denn während 1 g Saccharose 4 Kalorien enthält, stecken in 1 g Xylit gerade eben mal 2,4 Kalorien.

Xylit gegen Karies – stimmt das wirklich?

Die potentiell antikariogene Wirkung von Xylit wurde in Finnland bereits in den 70er Jahren untersucht. Die hier genannten Studien wurden allerdings nicht von der europäischen Kommission anerkannt, sodass nicht offiziell damit geworben werden darf. In Turku wurden 1972 und 1975 zwei Studien durchgeführt, eine davon beschäftigte sich mit dem Verzehr von Lebensmitteln, die entweder ausschließlich mit Fructose, Saccharose oder Xylit gesüßt waren. In der Xylitgruppe wurde eine eklatante Kariesreduktion entdeckt. Ebenso verhielt es sich in der zweiten Studie, in der die Probanden für 1 Jahr entweder 7 g Saccharose oder 7 g Xylit täglich in Form von Kaugummis zu sich nehmen mussten. Auch hier war in der Xylitgruppe eine Kariesreduktion von 82 % festgestellt worden.


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Ist Xylit gut für die Zähne?

Einfach erklärt wurde dies dadurch, dass Karies von Bakterien verursacht wird, diese Xylit aber nicht verstoffwechseln können, und dadurch absterben. Außerdem „reduziert Xylit die schädliche Säurebildung in der Plaque“, und bei regelmäßigem Gebrauch lassen sich Plaque und Zahnstein leichter entfernen – zumindest laut Studie. Eine zur Erhaltung der Zahnmineralisierung beitragende Wirkung wird Xylit sogar offiziell zugeschrieben, diese konnte in klinischen Studien bewiesen werden. Die vorherigen Aussagen entstammen der Studie und sind noch unbestätigt. Kariesbakterien produzieren Säure in der Mundhöhle, was dazu führt, dass sich die Zahnhartsubstanz löst. Hier werden dann Mineralien wie Kalzium und Phosphor aus dem Zahnschmelz gelöst. Dieser Vorgang wird gerne als Demineralisation bezeichnet und kann mit der Zeit Karies verursachen und Löcher in den Zähnen hervorrufen.

Bekannt ist, Kariesbakterien benötigen ein saures Milieu (pH Wert 4-5,5), um sich an die Zähne anzuhaften und an den Zahnhälsen schädlichen Plaque zu verursachen, die zu Zahnfleischentzündungen und Parodontitis führen kann. Xylitol sorgt nachweislich dafür, dass der pH-Wert bei Verzehr und regelmäßiger Anwendung nicht unter 5,7 sinkt und somit Bakterien in der Mundhöhle Zucker oder andere Kohlenhydrate nicht in zahnschädigende Milchsäure umwandeln können.

Es gibt auch eine aktuelle Studie aus Schweden, die besagt, dass 3,4 g Xylit täglich über 4 Wochen angeblich die Plaquebildung um ein Drittel reduzieren könne – ausführlicheres zur Quelle: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4232036/. Um die Säure zu reduzieren, ist laut Studie eine Dosis von 6 g erforderlich. Allgemein wurde gesagt, dass eine Menge von 5 bis 10 g Xylit pro Tag optimal ist. Mit zum Beispiel 4-6 Kaugummis täglich erreicht man diese Menge. Oder man nutzt eben reines Pulver – hier ist übrigens auch Erythrit hilfreich.

Zahnpflege bei Kindern beginnt bei der Mutter

Vielfach unterschätzt wird die Übertragung von Kariesbakterien (Streptokokken) zwischen Mutter und Kind. Tatsache ist, dass sich im Speichel von Neugeborenen keine Streptokokken befinden. Wird aber der heruntergefallene Schnuller von der Mutter abgeleckt, gemeinsam ein Besteck benutzt etc., werden die Bakterien von der Mutter auf das Kind übertragen. Je weniger kariesfördernde Bakterien sich also im Speichel der Mutter befinden, desto weniger Risiko für Karies besteht beim Kind.

Somit ist es bereits für Schwangere wichtig, den Konsum von zuckerhaltigen Produkten zu senken. Auch ein Zusammenhang von Xylit und Schwangerschaft wurde in Studien untersucht, aber die Informationen dazu sind noch nicht wirklich verbreitet. Bei Schwangeren und Müttern mit Neugeborenen sollte der tägliche Xylitkonsum bei 6 g täglich liegen, am besten auf 3 Einnahmen nach den Mahlzeiten verteilt. Hier sollten Sie sich aber unbedingt an die Herstellerangaben halten.


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Wie funktioniert die Zahnpflege mit Xylit Pulver?

zahnpflege mit xylitol

Wenn man keine Kaugummis kauen mag, bietet sich eine Mundspülung mit Xylit-Pulver nach den Mahlzeiten an. Dazu wird ein halber Teelöffel Xylit-Pulver in den Mund genommen, es löst sich im Speichel auf. Birkenzucker sorgt für einen kühlenden Effekt ähnlich wie Menthol, da es beim Kontakt mit Speichel der Umgebung Wärme entzieht. Zwei Minuten lang sollte die Xylit-Speichel-Lösung im Mund bewegt werden, danach wird es ausgespuckt und nicht nachgespült. Je gründlicher der Birkenzucker auf die Zahnzwischenräume und den Mundraum einwirkt, desto besser ist die Wirksamkeit der Unterstützung zum Erhalt der Zahnmineralisierung bei regelmäßiger Anwendung. Danach sollte man eine halbe Stunde nichts essen oder trinken.

Zähneputzen mit Xylit: Anwendung

Reines Xylitpulver kann auch als Ersatz für Zahnpasta verwendet werden, indem man einfach etwas Pulver auf die Zahnbürste gibt, und wie gewohnt die Zähne putzt. Zähneputzen mit Xylitol ist also einfach gemacht.

Es gibt aber auch verschiedenste xylithaltige Zahnpasten mit unterschiedlichen Geschmacksrichtungen, wie etwa Zimt, Myrrhe oder Minze von bekannten Herstellern wie Lavera oder Santé. Auch für Kinder gibt es Zahnpasten mit natürlichen Aromen, sogar Erdbeere-Banane (von Spry).

Selbstgemachte Mundspülung mit Xylit:

Ein Mundwasser ganz nach dem persönlichen Geschmack lässt sich leicht herstellen, indem man 0,5 l lauwarmes Wasser, 40 g Xylit, 2 TL Natron und 10 Tropfen essentielles Öl (Pfefferminze, Fenchel, Rosmarin) in Bioqualität vermischt und in eine Flasche abfüllt. Das Rezept zum Zähne reinigen mit Xylitol ist nicht nur sehr einfach, sondern auch kostengünstig und hilfreich.

Mundspülung Xylitol

Xylitgel zur Zahnpflege von hilfsbedürftigen Personen

Eine äußerst nützliche Innovation ist das Xylitgel zur Mundpflege bei Senioren, komatösen Patienten, geistig Behinderten und all jenen, die ihre Zahnhygiene nicht selbst durchführen können. Das Gel wird als Ersatz für Zahnpasta und Bürste auf den Finger gestrichen, und zwischen Wangen und Lippen, sowie außen auf die Zähne appliziert. Die Maßnahme ist einfach durchzuführen und kann in der Hauskrankenpflege und von Pflegepersonal in Spitälern und Heimen gleichermaßen durchgeführt werden.

Birkenzucker zur Reinigung von Zahnersatz und Co.

Prothesen, Zahnspangen, Antiknirsch-Schienen und dergleichen lassen sich hervorragend mit einer 10- bis 20 %igen Xylit-Wasser-Lösung reinigen und desodorieren. Das Auftragen von Xylitgel aus Birkenzucker vor dem Einsetzen spricht für sich.

Hausmittel bei gelben Zähnen

Auch Xylit für die Zähne kann keine Gelbfärbung verhindern oder gar die Zähne aufhellen. Hier ist regelmäßige Rundumpflege und Hygiene angesagt. Es gibt aber zusätzlich noch ein paar Hausmittel, die gegen gelbe Zähne helfen sollen. Backpulver zum Beispiel wird immer wieder im Zusammenhang mit weißen Zähnen genannt – gilt aber als stark umstritten und nicht ganz ungefährlich.

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