Wasserreinigung mit Xylit Fasern – Zum natürlichen Teich reinigen

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Nicht nur zum Verzehr aufgrund der niedrigen Kalorienzahl ist Xylit geeignet. Immer wieder wird der Zuckeraustauschstoff auch in anderen Bereichen eingesetzt. So zum Beispiel auch für die Zähne als selbstgemachte Mundspülung oder zur Reinigung des Teiches in anderer Form. Wasserreinigung mit Xylit scheint sich immer mehr herum zu sprechen. Kann man den Zuckeralkohol Xylitol aber wirklich zur Teichpflege einsetzen? Weshalb der Stoff vielfach zur biologischen Wasserreinigung eingesetzt wird ist ersichtlich, wenn man sich einmal näher mit dem Stoff auseinandersetzt – jedoch als Xylit-Faser und nicht als Zuckeralkohol in dem Sinne. Dies hängt mit der Herkunft als Nebenprodukt der Braunkohleförderung zusammen (zumindest im Regelfall).

Was ist Xylit?

Xylitol ist chemisch gesehen Pentanpentol und wird den Zuckeralkoholen zugeordnet. In Lebensmitteln wird der Stoff als Ersatz für Zucker eingesetzt. Anders bekannt ist er auch als Birkenzucker. Dies kommt daher, dass er früher – in manchen Fällen auch heute noch aus der Birke gewonnen wurde. Auch in Erdbeeren und anderen Früchten kommt der Zuckeralkohol in seiner natürlichen Form vor. In der Wasserreinigung wird Xylit jedoch als Kohleholz-Faser eingesetzt. In dem Fall handelt es sich um das eingangs erwähnte Nebenprodukt bei der Braunkohleproduktion und tritt als mineralisch-organischer Faserstoff auf. Die holzartigen Fasern haben eine Struktur, die den ehemaligen Holzfasern gleichkommt. Jedoch ist es elastischer und deutlich widerstandsfähiger, was Beanspruchungen mechanischer Natur anbelangt.

Wie kann man mit Xylit Teichwasser reinigen?

Unzählige Jahre an biochemischen Umwandlungsprozessen hat das Xylit hinter sich und weist deshalb unterschiedliche polarisierte Gruppen auf, die es ermöglichen Schadstoffe und auch Nährstoffe zu binden. Es handelt sich bei Xylit in dem Fall um ein Nebenprodukt, weshalb nicht zusätzlich Energie zum Produzieren der Fasern notwendig ist. Das Mittel ist zur Wasserreinigung nicht nur bestens geeignet, sondern auch von biologischer Natur und deshalb gegenüber chemischen Mitteln ökologisch wertvoller. Geht es um die Bindungsfähigkeit der Xylit Fasern, so ist das C / N – Verhältnis entscheidend, da es in dem Fall bei 215 : 1 liegt. Beim C / N – Verhältnis wird zum Beispiel die Verrottungseigenschaft eines Stoffes bestimmt. Das C / N – Verhältnis ist bei Xylit relativ breit, weshalb es sehr gut Stickstoff und auch andere Nährstoffe an sich binden kann. Ist das C / N – Verhältnis nämlich höher, so ist das Substrat vermehrt von einem Sitckstoffmangel betroffen und kann deshalb mineralisierten Stickstoff binden.

In Kurzform gesagt steigt die Ionenaustauschkapazität. Anionen und Ione von Stoffen, die im Wasser gelöst sind wie Phosphor, Stickstoff etc. werden an der Faseroberfläche angelagert und sind so dem Wasser entzogen, weshalb Algen sie nicht mehr als Nährstoffe verwenden können. So wird das Teichwasser mit Xylit gereinigt und Algenwuchs minimiert.

In der Regel wird das Xylit in Form einer Walze mit PE-Netz eingesetzt und in das Wasser hineingelassen. Die etwa 90 cm lange Xylitwalze wiegt im Durchschnitt etwa 4 Kilogramm und weist einen Durchmesser von üblicherweise 20 Zentimetern auf. Die Wirkung kann bereits nach wenigen Tagen ausgemacht werden. Filter und Pumpen werden dadurch entlastet. Zudem sind die Walzen praktischerweise auch begrünbar.

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